
Stellen Sie sich vor, dass sich in einem Land Proteste gegen einen seit Jahrzehnten herrschenden Diktator ausbreiten. Dass diese brutal niedergeschlagen und sich zu einem landesweiten Bürgerkrieg entwickeln. In diesen Konflikt greifen nach und nach fast alle anliegenden Länder sowie mehrere Großmächte und Atommächte ein. Dieser Konflikt wird über 13 Jahre andauern und bis heute nicht ganz gelöst sein. Dieses Szenario ist real und betrifft Syrien seit 2011.





Dieser Konflikt ist über die Jahre immer komplexer geworden und betrifft nicht nur die Aspekte Sicherheit und Politik, sondern auch Wirtschaft, Kultur und Religion. Um trotzdem Handlungsmöglichkeiten und alternative Szenarien handlungsorientiert zu erleben und damit Außen-, Sicherheits-, Friedens- und Entwicklungspolitik interaktiv zu begreifen, haben die Klassen G10a und G10b im Rahmen des Politik & Wirtschafts-Unterrichts in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr das Konfliktplanspiel zum Syrien-Konflikt durchgeführt. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler Rollen der Staatspräsidenten, Regierungschefs und Staatsminister der beteiligten Mächte (z.B. USA, Russland, Syrien, Iran, Irak, Saudi Arabien) sowie des UN-Generalsekretariats eingenommen und im Sinne der jeweiligen Ziele versucht, den Konflikt international oder bilateral zu lösen. Dabei gelang es besonders gut, die widersprüchlichen Interessen und teilweise von Zusagen unabhängigen Handlungsweisen, wie auch im realen Leben, nachzuempfinden und zu reflektieren. Insgesamt war es dadurch eine gelungene Weiterführung des Themas Friedens- und Sicherheitspolitik und stärkt die Zusammenarbeit des Fachbereichs Gesellschaftslehre mit außerschulischen Experten.






