Schulzweigfahrt nach Dortmund

Besuch der DASA – Ausstellung „Arbeitswelten“ mit dem HAUPTSCHULZWEIG
         früher: Deutsche Arbeits-Schutz-Ausstellung

Am 04. Mai war es endlich soweit, der Besuch der DASA wurde für die Klassen H7, H8 & H9 endlich Realität. 2x musste die Fahrt leider coronabedingt verschoben werden. Erfreulich war jedoch, dass bis September der Eintritt für die DASA kostenfrei ist, da die Ausstellung mit Einschränkungen leben muss. So kann man die Kantine nicht nutzen & einzelne Teilbereiche sind gesperrt.

Begleitet haben insgesamt fünf AL-Lehrkräfte (z.T. auch in Doppelfunktion als Klassenleitung) sowie unsere UBUS-Kraft Frau Fechner die Fahrt – somit war es zugleich eine Arbeitslehre-Fortbildung in Reinkultur für Frau Gbur, Herrn Lackner, Herrn Lautze, Frau Oppermann & Herrn Feuring.

Rückblick: Vor etlichen Jahren waren Klassen bereits mit Herrn Feuring in der Dt. Arbeitsschutzausstellung – danach ist der Besuch dieses außerschulischen Lernorts leider „eingeschlafen“ – warum auch immer! Darum nun anlässlich seiner Initiative eine Neuauflage – quasi ein Neustart. Aus diesem Grund sind auch die Arbeitslehre-Kolleg*innen der HGS „mit an Bord“ gewesen. Sie sollten sich selbst ein Bild von dieser Ausstellung und deren Inhalten machen. Ab dem kommenden Jahr ist beabsichtigt, dass wir einmal jährlich dieses Angebot fachübergreifend nutzen wollen und … nach Dortmund fahren.

 Was ist die DASA? Was macht den besonderen Reiz aus?
Die DASA ist die größte deutsche Arbeitsweltausstellung. Auf stolzen 13.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert die Ausstellung Arbeitswelten von gestern, heute und morgen. Sie ist die eine Dauereinrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und informiert die Öffentlichkeit über die Arbeitswelt, ihren Stellenwert für den Einzelnen und die Gesellschaft sowie über die Bedeutung menschengerechter Gestaltung der Arbeit. Die Begriffe Mensch – Arbeit – Technik markieren das “Spielfeld” der DASA.

Die Arbeitswelten-Ausstellung kann man nicht in drei Sätzen beschreiben, man muss sie be-„greifen“. Das ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass die berufliche Arbeitswelt SO vielschichtig und komplex ist, es gibt eben so viele unterschiedliche Branchen … mit ihren individuellen Eigenarten und auch Risiken. Vom Handwerk über die industrielle Fertigung bis hin zu Dienstleistungsberufen – alles dabei. Angefangen bei der Kinderarbeit vor 150 Jahren über die Taktung der Arbeit während der Industrialisierung und der Automatisierung durch Industrieroboter bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) – alles wird anschaulich und be“greif“-bar gezeigt. KI: Betreten wir das perfekte Paradies oder eine algorithmische Apokalypse? Es geht um klassische Themen wie Ergonomie am Arbeitsplatz (richtiges Sitzen, richtiges Heben), aber auch um Stressfaktoren und allgemeine und besondere Gefahren im Arbeitsleben und im privaten Bereich (Hausarbeit, Hobby, Freizeitsport). Übrigens: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt – beim Fensterputzen oder beim Wechseln der Glühbirne auf einer selbstgebauten wackeligen „Leiterkonstruktion“ aus Einzelteilen wie Eimer & Melkschemel.

Ob bei Betriebserkundungen, am Girls`Day-Tag, im Rahmen der Betriebspraktika, im Fachraumunterricht oder bei Klassenfahrten – die Kenntnis um Gefahren und Risiken sind jederzeit und an (fast) jedem schulischen und außerschulischen Ort wichtig.

Es gibt dabei sehr viele Mitmachangebote, sei es auf der Dauerbaustelle, im Kranken- und Pflegebereich oder bei technischen oder sinnlichen Experimenten (Optische Täuschungen). Man kann im LKW-Fahrsimulator üben, kann mit einem echten Gabelstapler virtuelle Lasten bewegen, im Außenbereich live baggern oder auf den Knien liegend Pflastersteine legen. Beeindruckend ist der Arbeitsplatz eines Fluglotsen oder das Cockpit einer Boing bzw. eines Hubschraubers. Man kann sogar in eine Tunnelbaustelle „unter Tage“ gehen oder einen Lärmtunnel durchwandeln. Wie laut sind 40db, leises Blätterrauschen oder der Start eines Flugzeugtriebwerks?

Insgesamt war die Tagestour sehr spannend und informativ. Mit 2:15 Stunden Fahrzeit ist Dortmund gut und schnell zu erreichen und künftig wollen wir die Fahrt regelmäßig durchführen. Die Frage ist nur mit welchem Jahrgang und in welchem Bildungsgang: Normalerweise müsste jeder Schüler/ jede Schülerin der HGS die Arbeitswelten-Ausstellung einmal in seiner/ ihrer Schullaufbahn live miterlebt haben. Da das Angebot so vielschichtig ist, wäre es toll, wenn es nicht nur eine reine Arbeitslehre-Veranstaltung werden würde, sondern wenn sie einen fachübergreifenden bzw. fächerverbindenden Charakter erhalten würde – und zwar mit der Biolehrkraft, mit dem Chemiker/der Chemikerin, der Physiklehrkraft und/oder mit Vertreter*innen des Sportfachbereichs.

Jochen Feuring

Verschiebung Café Beruf (G-Zweig) – save the date!

Aufgrund von Absagen muss das für morgen, den 06.05.22 geplante Café Beruf  leider verschoben werden.

Ein neuer Termin steht bereits fest. Am Dienstag, den 14.06.2022 soll das Café Beruf von 16-18 Uhr mit Schwerpunkt auf dem Gymnasialzweig  stattfinden.

Demnach sind die Klassen G9 und G10 mit ihren Eltern herzlich eingeladen, sich über Berufsbilder und Ausbildungs- bzw. Studienmöglichkeiten mit Abitur zu informieren.

gez. Jens Lautze

Zukunftstag 2022 – Viel Praxis in der Schule

Grebenstein. Koordination, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit: Diese Eigenschaften spielen beim Eignungstest der Hessischen Landespolizei eine Schlüsselrolle. Ob sie diesen Anforderungen gewachsen sind, das konnten Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Grupe-Schule im Rahmen des Zukunftstages 2022 ausprobieren. Während ein Großteil der Schülerschaft am letzten Donnerstag im April vor Ort Angebote wahrnahm, konnten sich die „Daheimgebliebenen“ in zahlreiche Workshops in der Schule einwählen.

Der Sporttest zählte dabei schon zu den „Klassikern“: Er wird seit vielen Jahren angeboten und gern gewählt. Für die Schüler bedeutete die Teilnahme auch, ihre sportlichen Leistungsgrenzen zu erfahren. Sascha Lackner, der mit seinen Kolleginnen Anne Meister und Frauke Lackner die zwei Workshop-Blöcke betreute, bilanzierte, dass die Anforderungen dicht an der Realität seien. Nicht alle schafften die erforderliche Punktzahl, die meisten seien aber „dicht dran“ gewesen.

Neben der Sporthalle betätigten sich Lehrer und Schüler gleichermaßen im Schulgarten, den sie mit vereinten Kräften zu einem Schmuckstück herrichteten. In der Alten Aula beschäftigte eine Gruppe unter der Leitung von Anja Mühlbrodt und Charlotte Braun mit „Work Life Balance“. Nicht nur Nadja Portig aus der G10a war begeistert: „Durch das Yoga am Anfang konnte ich mich gut entspannen. Das Angebot hat mir geholfen, meine Mitte zu finden und vom Schulstress wegzukommen.“

Nebenan, aus dem Musikraum, waren die Klänge von „Smoke on the water“ zu hören. Zwar nicht so flüssig wie bei Deep Purple, aber immer besser. Mit Besim Bikic übten die Jugendlichen diese Melodie auf Gitarren. Sie hatten sich eingewählt, um mehr über das Berufsbild des Gitarrenbauers und das Gitarrenspiel zu erfahren. Nach zahlreichen Versuchen stellte Nikolas Matvienko fest, dass es gar nicht so leicht war, einer Gitarre auf Anhieb akzeptable Melodien zu entlocken.

Eine große Bandbreite und eine Vielzahl an Block- und Tagesangeboten standen zur Einwahl zur Verfügung und alle beschäftigten sich mit der persönlichen Zukunft der Jugendlichen. Da ging es um Physik im Beruf, die Tätigkeitsfelder in der Landwirtschaft oder in einer Bibliothek, um „Schreibtischchaos adé“, um die Möglichkeit, ein Auslandsjahr zu nehmen oder auch um die Gestaltung von Zukunftscollagen. Gemeinsam mit Lehrerin Rita Hirdes-Bettenhäuser erstellten die Jungen und Mädchen verschiedener Jahrgänge eine große Collage, bei der sie die Buchstaben des Wortes „Zukunft“ mit persönlichen Vorstellungen ausfüllten. Bei Kim-Julika Döhne standen Bücher, Pferde und Musik im Mittelpunkt ihres Buchstaben. Neben ihr setzten sich Pia Bek und Lena Wassmann mit ihrem Buchstaben auseinander: „Man denkt beim Ausschneiden der Bilder für die Collage darüber nach, was die eigene Zukunft verkörpert, so Lena Wassmann. „Es ist eine intensive Beschäftigung!“

Die persönliche Zukunft stand auch im Theaterworkshop von Christiane Melzer und Hanne Schmidt im Zentrum der Überlegungen: Die Kinder und Jugendlichen erstellten zunächst ihre persönliche Rollenbiographie, zu der sie Requisiten herstellten. Den Workshop beendete dann eine Improvisation auf der Schulbühne. „Superhelden“ hieß das Angebot und dazu gehörte es zuerst, sich seinen persönlichen Superhelden vorzustellen. Für eine Schülerin war ganz klar: „Lehrer sind auch Superhelden!“ – was für ein Kompliment!

Susann Adam

Solidarität zeigen- Die G 5a hilft

Anlässlich der Sonderbeflaggung am 24.2.2022 sprachen wir das erste Mal in der Schule über den Krieg in der Ukraine. Auch die Schweigeminute und das Basteln von Friedenstauben für die Fensterdekoration gaben uns die Möglichkeit, über unsere Ängste und Hoffnungen zu sprechen und unser Mitgefühl zu zeigen. Aber wir wollten mehr machen!
Gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Gilfert überlegten wir uns, Buttons mit Motiven für den Frieden und als Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung selbst herzustellen und das gesammelte Geld zu spenden. Aus diesem Grund fingen wir an, Buttons zu zeichnen, zu stanzen und Plakate für den Verkauf zu gestalten. Bei der Herstellung und Gestaltung unserer Plakate halfen uns auch unsere Schülerpatinnen Charlotte und Rabea. Zusammen mit Frau Gilfert teilten wir uns in Gruppen ein, in denen wir die  Buttons verkaufen wollten. In diesen Gruppen verkauften wir eine Woche lang in jeder 2. Pause unsere Buttons für 1 €. Insgesamt haben wir 200€ durch den Verkauf eingenommen. Das gesammelte Geld wird an „Reinke am Samstag“ von hr1 gespendet, wo es für die leidende Bevölkerung der Ukraine ausgegeben wird. In diesem Zusammenhang durften wir uns ein Lied wünschen, das in der Sendung am Samstag gespielt wird. Wir entschieden uns für „99 Luftballons„ von Nena, da es unsere Betroffenheit, aber auch unser Unverständnis für Krieg zeigt.
Vielen Dank, dass ihr unsere Aktion unterstützt habt und Solidarität zeigt!

Schreibwettbewerb zum Tag der Handschrift – Schülerinnen der G7a ausgezeichnet

Grebenstein. Was für eine spannende Idee, an sein Ich in der Zukunft einen Brief zu schreiben und zu fragen, wie dieses Ich über Freiheit denkt und über Entscheidungen, die die jüngere Version getroffen hat. Genau das hat Ruby Hoffmann gemacht. Und damit gehörte ihr Brief zu einem von mehr als 9500 aus ganz Hessen, die im Rahmen des jährlichen Schreibwettbewerbs der Stiftung Handschrift eingesendet wurden. Anlass für den an die Jahrgänge 6 und 7 gerichteten Wettbewerb ist der „Tag der Handschrift“ und dies mit dem Hintergrund, dass eine hohe Anzahl an Viertklässlern am Ende der Grundschulzeit nicht flüssig schreiben kann.

Das Thema der jüngsten Auflage war „Freiheit“ und damit setzten sich die Jungen und Mädchen der Klasse G7a der Heinrich-Grupe-Schule im Religions- und im Kunstunterricht auseinander.

In Briefen schrieben die Schülerinnen und Schüler dazu ihre Gedanken nieder. Die optische Gestaltung erfolgte dann im Kunstunterricht, wo sie die inhaltlichen Aspekte kreativ in den Buchstaben übertrugen. Kunstlehrerin Hanne Schmidt und Religionslehrerin Anja Mühlbrodt sendeten schließlich die Ergebnisse an die Ausrichter des Wettbewerbs. Für Ruby und ihre Mitschülerin Carlotta Bönning die Teilnahme eine positive Folge: Ihre Briefe gehörten zu den 100 prämierten des Wettbewerbs.

Für Ruby stellte es keine übergroße Herausforderung dar, einen Brief zu schreiben: „Ich schicke regelmäßig Postkarten aus dem Urlaub oder schreibe Briefe.“ Ähnlich handhabt es Carlotta, auch sie verfasst schon einmal einen Brief oder schreibt eine Karte. Über das Thema haben sie sich im Vorfeld intensiv Gedanken gemacht. „Ich habe erst einmal alles aufgeschrieben, was mir durch den Kopf gegangen ist“, beschreibt Ruby ihre Vorgehensweise. Sie habe sich mit der Freiheit des Einzelnen auseinandergesetzt, die der geschlechtlichen Selbstbestimmung: „Durch das Schreiben war das für mich viel präsenter beim Nachdenken.“ Das bestätigt auch Carlotta: „Man hat viel mehr gelernt.“ Für sie ging es um Mauern, die die Freiheit begrenzen – im Kopf und in der realen Welt.“

Und so drückten auch die 1. Buchstaben ihrer Briefe aus, was die Mädchen schriftlich artikulierten.

Die prämierten Briefe der 13 Jahre alten Mädchen werden nun in einem Buch veröffentlicht. Am 1. April erfolgte die Siegerehrung im Rahmen eines virtuellen Festaktes, moderiert von Radiomann Tobias Kämmerer. Während der Veranstaltung kamen verschiedene Beiträge zusammen – von Politikern, Förderern, Lehrern und von den ausgezeichneten Kindern. Diese Ehre wurde auch Carlotta Bönning zuteil, die ihren Brief, den sie an Gott geschrieben hatte, vorlesen durfte.

Wer sich die virtuelle Preisverleihung ansehen möchte, kann dies unter folgendem Link tun:

https://vimeo.com/channels/stiftunghandschrift

Susann Adam

Digitale Berufsorientierung im Jahrgang 8

Zum Abschluss der Einheit „Bewerbungstraining“, die fächerübergreifend in „Deutsch“ und „Politik und Wirtschaft“ im Jahrgang 8 durchgeführt wird und das Schreiben von Lebensläufen und Bewerbungsanschreiben sowie die Durchführung eines Bewerbungsgespräches beinhaltet, hatten die Klassen G8a und G8b die Möglichkeit, mithilfe von VR-Brillen eine große Vielfalt an Berufen virtuell kennenzulernen. Nach der Information über einen Beruf in einem Kurzvideo konnte dieser bei einer 360-Grad Betriebsbesichtigung erkundet werden.

Dieses Angebot soll die Schülerinnen und Schüler zeitgemäß dabei unterstützen, sich beruflich zu orientieren und sich über die Vielfalt von Ausbildungsberufen und deren typischen Aufgabenbereiche zu informieren. Darüber hinaus soll es eine Hilfestellung sein, sich für einen Praktikumsplatz im Jahrgang 9 zu entscheiden.

Das Projekt DEIN ERSTER TAG ist ein Angebot der Studio2B GmbH, die innovative Konzepte für die digitale Berufsorientierung entwickeln.

Die Schülerinnen Charlotte, Luisa, Emma, Alisa und Finja (v. links) aus der G8a bei der Nutzung der VR-Brillen.

Klasse G9a besucht die hessischen SchulKinoWochen

Im Rahmen der SchulKinoWochen Hessen sahen wir uns am 25. März 2022 im Cineplex Kassel den mehrfach prämierten Film „Borga“ an. Begleitet von Klassenlehrerin Rita Hirdes-Bettenhäuser tauchten wir in den Film ein, der die Geschichte des jungen Ghanaers Kojo erzählt.

Kojo, der in seiner Heimat keine Zukunft für sich sieht, wandert nach Deutschland aus und möchte dort reich werden, um seine Familie finanziell zu unterstützen und zu beweisen, wie weit er es bringen kann. Allerdings muss er feststellen, dass das gar nicht so einfach ist, wie er dachte. Erst ist er arbeitslos, dann sammelt er deutschen Elektroschrott, der in seine Heimat verschifft wird, und schließlich arbeitet er als Drogenkurier zwischen Deutschland und seiner Heimatstadt Accra. Obwohl Kojo inzwischen genug Geld hat, um seine Familie zu unterstützen, bleibt das Verhältnis angespannt. Besonders sein Bruder nimmt ihm die lange Abwesenheit übel, außerdem wird Kojos Familie wegen des „Borgas“ – was so viel wie „reicher Verwandter aus dem Ausland“ bedeutet – angefeindet. Diese Anfeindungen kosten Kojo fast das Leben, als es nach der Verletzung eines Arbeiters zum Aufruhr kommt. Am Ende des Films kehrt er in seine Heimat zurück und versöhnt sich mit seinem Bruder.

Die Klasse zeigte sich besonders von der Realitätsnähe des Films begeistert. Außerdem waren wir einerseits von der Armut und den Lebensverhältnissen auf der Müllhalde in Accra schockiert, zugleich war es aber auch beeindruckend zu sehen, was für eine fröhliche Lebenseinstellung die Ghanaer haben.

Im Anschluss an den Film hatten wir zusätzlich noch die Möglichkeit, Regisseur York-Fabian Raabe Fragen zu stellen. Nachdem Verständnisfragen geklärt waren, ging es um die Entstehung des Films und die Inspiration dahinter. Auch ein paar Geschichten vom Set wurden erzählt. Diese Einblicke empfanden alle als spannend. York-Fabian Raabe war durch seine ehrliche Art und die Begeisterung für seinen Film sofort sympathisch.

Insgesamt war dieser Studientag sehr interessant und hat uns allen eine neue Sichtweise auf Flüchtlinge gegeben. Ganz nach Wunsch des Regisseurs hat „Borga“ für mehr Mitgefühl und vor allem Respekt gesorgt.

Text: Rieke Paukstat und Bente Wollert

English Reading Competition 2022 des Jahrgangs 7 und 8

Endlich konnte in diesem Jahr wieder der Vorlesewettbewerb in englischer Sprache im Jahrgang 7 sowie in den Klassen R8a und R8b durchgeführt werden. Mit viel Ehrgeiz wählten sich alle Schülerinnen und Schüler schon vor den Weihnachtsferien ein Buch aus, dessen Inhalt sie sich in den nächsten Wochen – teils unterstützt durch Leseaufträge, teils frei – aneigneten. In den vergangenen zwei Wochen war es dann so weit, dass jeder Junge und jedes Mädchen der Klassen 7 und R8 innerhalb des Klassenverbandes das eigene Buch auf Englisch vorstellen und anschließend einen 3 – 5-minütigen Teil vorlesen durft. Erstmals war es auch erlaubt, dass sich die Kinder aussuchen konnten, ob sie live lesen oder ein Video zu Hause aufnehmen und dieses im Wettbewerb einreichen wollten.

Schon die Klassenwettbewerbe erwiesen sich als sehr hochklassig und wir Lehrer wurden beim Bewerten von allen Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen unterstützt, da diese in Kleingruppen gleichermaßen ihre Meinung zur Leseleistung abgeben durften. Die Schülerbewertungen wurden anschließend mit in das Gesamtergebnis eingearbeitet. Dass diese Aufgabe sehr ernst genommen wurde, zeigte sich an den ausgiebigen Diskussionen über die einzelnen LeserInnen und den überwiegend objektiven Bewertungen. So wurden am Ende die Klassensieger auserkoren.

Etwas aufgeregt, aber doch recht selbstbewusst traten folgende Schülerinnen und Schüler am 15.03.22 im Schulwettbewerb gegeneinander an:

Jona Meray R7a

Joseline Hufnagel R7b

Madeleine Merk G7a

Amelie Viereck G7b

Leonore König R8a

Abudi Sanori R8b

Im R-Zweig des Jahrgangs 7 konnte Joseline Hufnagel mit dem Buch „The Kissing Booth“ die Jury überzeugen.

Madeleine Merk aus der G7a zeigte uns in ihrem Video, dass auch 7.-Klässlerinnen schon sprechen, als wären sie Muttersprachler. Durch ihre äußerst gute Betonung hatte man das Gefühl, direkt in die Geschichte „I know what you did last summer“ hereingezogen zu werden.

Abudi Sanori als einziger Junge brachte alle durch seine lustigen Stimminterpretationen von „Robin Hood“ zum Schmunzeln, so dass er haarscharf gegen die sprachlich überzeugendere Leonora König den Schulwettbewerb der R8 gewinnen konnte.

Abudi Sanori: „Ich war zwar unheimlich nervös, hab aber jetzt das Buch viel besser verstanden, weil ich mit verschiedenen Stimmen gelesen habe.“ Genauso soll es sein, Abudi!

Die Jury, bestehend aus Frau Dehne, Herrn Kant und Herr Erdmann, hatte viel Spaß und freut sich schon auf den nächsten Vorlesewettbewerb, der im nächsten Jahr hoffentlich wieder mit allen Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 7 als Zuschauer stattfinden wird.

 

Claudia Dehne

Aktion für den Frieden – Friedenstauben als Symbol der Hoffnung

Grebenstein. Das war eine beeindruckende Zahl: Nahezu 850 Teilnehmende zählte der Spaziergang für den Frieden, der am Mittwoch in Grebenstein stattfand. Alle Schüler und Lehrkräfte der beiden Schulen, Burgbergschule und Heinrich-Grupe-Schule, wandten sich auf diese Weise gegen den Krieg Russlands in der Ukraine.


Mit den Ereignissen im Osten Europas hatten sich die Schülerinnen und Schüler in den letzten Wochen intensiv auf verschiedene Weise auseinandergesetzt. Die Idee, einen Spaziergang durch den Schulstandort zu organisieren, entstand auf Initiative der Lehrerinnen Samira Fromm und Amy Jakings-Engel. Was zunächst als Aktion im Kleinen geplant war, zog schnell größere Kreise und am Ende beteiligten sich beide Schulen geschlossen an diesem Marsch für den Frieden.


Ruhig zogen die Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 1 bis 10 durch die Straßen Grebensteins. Einige Klassen hatten vorbereitend Plakate gestaltet, die sie mit sich führten. Unterwegs wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Applaus begrüßt, was eine besondere Atmosphäre erzeugte.


Am Ende des Rundgangs lenkte die Klasse G10a die Ankommenden auf vorbereitete Stellplätze, sodass sie alle ein großes Friedenszeichen darstellten. Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor drückte seine Begeisterung über die eindrucksvolle Aktion aus und kündigte an, dass die erwarteten Flüchtlinge bestmögliche Aufnahme erfahren werden.

Martina Boye-Griesel, Schulleiterin der HGS, unterstrich die Bedeutung dieses Spaziergangs als Ausdruck der Zusammengehörigkeit und Solidarität. Als Vertreter der SV wandten sich Chiara Siciliano und Marvin Berndt an die Anwesenden. Sie betonten, dass hier nicht nur ein Zeichen gegen den Krieg gesetzt wurde, sondern bekräftigten ihre Hoffnung, dass dieser bald zu Ende sein möge.


Deutlicher ließ sich diese Hoffnung nicht darstellen, als mit den Friedenstauben, die in den Himmel aufstiegen.

Susann Adam