Auch in diesem Jahr besuchten wieder die Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen (H9a, H9b, R10a, R10b, G10a und G10b) die Gedenkstätte ehemaliges Konzentrationslager Buchenwald. Diese Fahrt ist fester Bestandteil des Schullebens und gleichzeitig eine besondere Fahrt. Die Befreiung Buchenwalds jährte sich in diesem Jahr zum 81. Mal. Jedoch ist die Bedeutung des Ortes absolut aktuell. In 8 Jahren Lagergeschichte spielten sich hier unfassbar grausame Verbrechen ab – von Menschen an Menschen verübt. Dies authentisch am Ort zu erfahren und nachzuvollziehen, ist eine wichtige Aufgabe des Geschichtsunterrichts und der Schule insgesamt.


Die H9a/B und R10a/b wurden zunächst mittels einer Führung durch Museumspädagogen in die Geschichte und den Alltag des Lagers eingeführt, bevor durch eine Besichtigung der Dauerausstellung die Entwicklung seit 1933 und insbesondere die Verflechtung des Konzentrationslagers Buchenwald mit der Stadt Weimar eindrücklich dargestellt wurde. Am Donnerstag besuchten die vier Klassen den Weinbergbunker, um die Folgen des Zweiten Weltkriegs für die Zivilbevölkerung auf eindrückliche Weise durch eine Führung des Feuerwehrvereins vermittelt zu bekommen. Die Bezüge zu heutigen rechtsextremen Verbrechen und der aktuellen rechtsextremen Entwicklung wurde durch den NSU-Stadtrundgang in Zusammenarbeit mit Frau Mogge von den Aeronauten hergestellt.





Die G10a und G10b verblieben hingegen in Buchenwald und übernachteten in den ehemaligen SS-Kasernen um noch einen zweiten Studientag im Lager zu verbringen. Neben dem Lager selbst und der Dauerausstellung, konnte hierbei noch das Mahnmahl, welches durch die Deutsche Demokratische Republik errichtet wurde, um die angebliche kommunistische Selbstbefreiung zu propagieren, besichtigt werden und so auch die Instrumentalisierung des Gedenkens durch die DDR thematisiert werden.

Besondere Bezüge konnten auch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gedenkstättenfahrt nach Krakau/Auschwitz hergestellt werden, welche Ausrichtung, das Lagerleben und die Bedeutung für das Lagersystem vergleichen konnten. Was jedoch beide Orte eint, ist das unfassbare Leid und die ewige Mahnung an uns, solches zu verhindern.







