Am Dienstag, den 20. und Mittwoch, den 21. Oktober 2026 drehte sich an unserer Schule zwei Tage lang alles um eine Frage: Was kann ich eigentlich, und wo will ich hin? Beim Projekt Kompo 7 (Kompetenzorientierung 7) nahmen die Klassen H7a, H7b, R7a und R7b teil. Mit viel Einsatz und Liebe zum Detail sorgten Frau Hilmes und Frau Pfannkuch dafür, dass alles reibungslos und mit Begeisterung ablief.

Im Mittelpunkt standen neun Kompetenzen: Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Selbstständigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und respektvoller Umgang. Diese Fähigkeiten zählen nicht nur im Schulalltag zu den Basiskompetenzen, sondern auch später im Berufsleben zu den Grundlagen, die die Schülerinnen und Schüler selbst erleben durften.
Jeder der beiden Tage begann mit einem erlebnispädagogischen Warm-up, das die Kinder in Schwung brachte und die Gruppen zusammenwachsen ließ. Danach wurde es ernst, zumindest für ein rohes Ei: Aus 30 Strohhalmen und etwas Klebeband sollte ein Fallschutz entstehen, der das Ei einen Sturz aus rund 2,50 Metern unbeschadet überstehen lässt. Wer hat die zündende Idee, wer hört zu, wer packt an? Genau das hielten mehrere Lehrkräfte fest, die jeweils eine Gruppe im Mehraufgenprinzip im Blick hatten.

Nach der Pause wartete die nächste Aufgabe: eine Murmelbahn aus 30 DIN-A4-Blättern und Klebeband. Die Kugel sollte so lange wie möglich rollen, ohne ins Stocken zu geraten, und dafür durfte das ganze Klassenzimmer genutzt werden. Es wurde geplant, gebaut, verworfen und neu angefangen, und nicht selten entschied am Ende die Geduld über den Erfolg. Eine gemeinsame Reflexion und ein weiteres aktivierendes Spiel rundeten den ersten Tag ab.
Zwischen den Spielen bereiteten die Gruppen, die auch gemeinsam die Kompetenzspiele bestritten hatten, ein Vorstellungsgespräch vor. Sie überlegten sich Fragen und planten den Ablauf. Am zweiten Tag, direkt nach dem Warm-up, war es dann so weit, Frau Leimbach vom Hofladen Leimbach, Fliesenlegermeister Kevin Gante, Julia Hotzy seitens des Kindergartens und das ZDF als Partnerschule stellten sich den Fragen der Siebtklässler. Die Jugendlichen erhielten so einen echten Einblick in die Arbeitswelt und merkten schnell, dass gute Vorbereitung und ein selbstbewusster Auftritt viel bewirken.

Auch am zweiten Tag wurde wieder gespielt. Beim Deckendrehen und beim Heliumstab zeigte sich, wie viel Absprache, Ruhe und Zusammenarbeit nötig sind, wenn eine Gruppe ein gemeinsames Ziel erreichen will.
Am Mittwochnachmittag waren die Eltern eingeladen. Anhand eines Fragebogens hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor selbst eingeschätzt. Diese Selbsteinschätzung wurde nun gemeinsam besprochen und den Beobachtungen der Lehrkräfte gegenübergestellt. So entstand für jedes Kind ein persönliches Profil: Wo stehe ich heute? Worin bin ich schon richtig gut? Wo kann ich noch wachsen? Und gibt es vielleicht schon konkrete Vorstellungen für die berufliche Zukunft? Damit war der Grundstein für eine erste Berufsorientierung gelegt.
Kompo 7 war eine rundum gelungene Veranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler haben erlebt, dass man gemeinsam mehr erreicht, dass Rückschläge zum Lernen gehören und dass in jedem Stärken stecken, die es zu entdecken lohnt. Für die Jahrgangsstufe 7 bringt das Projekt jedes Jahr aufs Neue einen großen Mehrwert für die persönliche Entwicklung. Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Organisatorinnen, allen beteiligten Lehrkräften, den Unternehmen und den Eltern, die diese zwei Tage möglich gemacht haben.






