Würden Sie 5 Monate freiwillig eine Stunde pro Woche früher zur Schule kommen, um ein Geschichtsprojekt umzusetzen? Zwei Schülerinnen der G6b, Hanne Kunz und Annalena Walter, sowie ein Schüler der G6a, Ben Schuchardt, haben dies gemacht. 5 Monate haben sie an ihrem Beitrag „Die DDR – ein Alltag nur in Grenzen?“ für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten im Rahmen der Projektgruppe Begabtenförderung der Schule gearbeitet, viele Stunden geschrieben und geforscht. Dabei wollten die drei Lernenden herausfinden, wie sich der Alltag in der DDR konkret für dessen Bürgerinnen und Bürger angefühlt hat. Dass es dafür noch Augenzeugen gibt, war ein entscheidendes Kriterium für diese Themenwahl. Für den Projektbeitrag erstellte die Gruppe zunächst einen Fragebogen zu den Themen Familie, Schule, Berufe in der DDR, Lebensalltag in der DDR, Medien und Mauerfall. Anschließend interviewten die Schüler Verwandte und eine Lehrkraft der Schule, wie sie das Leben in der DDR empfunden haben. Diese Interviews wurden anschließend transkribiert und mit dem aktuellen Forschungsstand verglichen und gegenübergestellt. Die Recherche dafür fand sowohl digital als auch analog in der Universitäts- und Landesbibliothek Kassel statt. Anschließend verfassten die Schüler einen Projektbericht mit 13 Seiten Umfang, welcher für den Wettbewerb eingereicht wurde.

Der Fachbereich Gesellschaftslehre möchte solch ein Engagement für die historische Arbeit herausstellen und gratuliert bereits zu diesem Zeitpunkt zu der erfolgreichen Fertigstellung eines solchen umfangreichen Projektes. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist dabei der größte und wichtigste Geschichtswettbewerb Deutschlands und wird alljährlich von der Körber-Stiftung ausgerichtet. Um die Mühen der Schüler etwas zu entschädigen und den Beginn der Osterferien zu versüßen, gab es einen Eisgutschein für die Eisdiele Grebenstein – wohlverdient!
Wilhelm Uebach