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„Apicius bittet zu Tisch!“- Projekttag „Römisch kochen“ im Jahrgang G8

Zu Beginn des neuen Schulhalbjahres erlebte der Lateinkurs der Jahrgangsstufe G8 im Rahmen eines Projekttages eine besondere Art des Lateinunterrichts: Anhand von überlieferten Kochrezepten wagten sich die Lernenden in der Lehrküche der Schule an die Zubereitung von authentischen Speisen aus der Römerzeit, die zu einem aufwendigen Buffet zusammengetragen wurden. Als Vorspeise wurden zunächst „Moretum“ (eine Schafskäse-Knoblauch-Kräuterpaste) sowie Eier in Honig-Liebstöckelsoße vorbereitet. Hierauf folgten als Hauptspeise ein Spargelauflauf, ein Hähnchen-Minze-Salat, gebratene Hähnchenschenkel mit Dattelsoße sowie eine antike Form der Frikadelle („Lucanicae“), für deren Zubereitung unter anderem Pinienkerne, eine Vielzahl an Kräutern und ein Hauch Fischsauce („Liquamen“) Verwendung fanden. Den Abschluss bildete als Dessert ein Birnenauflauf und sogenannte „Globuli“, i.e. kleine Bällchen aus Quark, Gries und Mohn, die in der Pfanne gebacken und mit Honig übergossen wurden.

Das außergewöhnliche Mahl stieß bei den Schülerinnen und Schüler auf ein positives Echo, und so wurde nicht nur der gute Geschmack gelobt, sondern auch die gute Stimmung beim gemeinsamen Kochen in kleinen Teams.

Zur Vorbereitung des Projekttages hatte sich der Lateinkurs zunächst mit der antiken Tischkultur und dem Rezeptbuch des römischen Feinschmeckers Apicius beschäftigt. Aufgeräumt wurde dabei u.a. mit dem Mythos, dass alle Römer im Liegen gegessen und vorwiegend Wein getrunken haben. Der Lateinlehrer der Gruppe, Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann, zeigte sich sehr erfreut über die engagierte Mitarbeit und das Interesse an diesem Unterrichtsprojekt: „Gerade im altsprachlichen Unterricht ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern Brücken in die antike Welt zu bauen. Mit praxisbezogenen Unterrichtsprojekten machen wir diese spannende Epoche erfahrbar und tragen somit zur Horizonterweiterung der Lernenden sowie zur Lebendigkeit dieser interessanten Kultur bei.“ Ein besonderer Dank gilt Frau Aydin vom Fachbereich Arbeitslehre, die sich bereit erklärt hatte, das Projekt in der Lehrküche tatkräftig zu unterstützen.

Wer neugierig auf die antiken Rezepte geworden ist, kann diese hier zum Nachkochen in der eigenen Küche herunterladen.

Panflöten, Orgelpfeifen und ein Klavier: Ungewöhnliche Spenden für die Klangwand-AG

Trommeln, (Pan-)Flöten, Vogellockrufpfeifen – vielschichtig sind die Spenden, welche die Klangwand-AG seit dem öffentlichen Spendenaufruf im Herbst 2024 aus der Bevölkerung erhalten hat. Jedes gespendete Objekt wird beim Bau des innovativen Klangkörpers seine Verwendung finden und am Ende zu einem kreativen Gesamtkunstwerk beitragen.

In den vergangenen Wochen haben die Mitglieder der Klangwand-AG die verschiedenen Gegenstände gründlich untersucht, inventarisiert und vermessen (und natürlich auch mit viel Freude ausprobiert!), damit diese im Rahmen der weiterführenden Projektarbeit sinnvoll in die Klangwand integriert werden können. Aufgrund der Vielzahl der inzwischen zum Bau zur Verfügung stehenden Instrumente und Objekte zeichnet sich ab, dass nicht nur eine fest-installierte Wand, sondern zusätzlich auch mindestens ein kleinerer Klangwand-Wagen entsteht, der ortsunabhängig eingesetzt werden kann. Hierdurch wird das künstlerische Potential der Klangwand noch erweitert.

Unter den verschiedenen Sachspenden haben drei Zuwendungen die Mitglieder der AG besonders erstaunt, wie Klangwand-Initiator und Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann herausstellt: Nachdem eine Kollegin bereits dankenswerterweise einige ausrangierte Metallpfeifen einer Kirchenorgel abgegeben hatte, fanden kurz darauf drei weitere Metall-Orgelpfeifen ihren Weg an die Heinrich-Grupe-Schule. Ein mitgeliefertes Zertifikat gibt Auskunft darüber, dass diese Orgelpfeifen im Jahr 1840 produziert und bis in die 1990er Jahre im benachbarten Hofgeismar in der St. Marienkirche zuverlässig ihren Dienst verrichtet hatten, bevor sie in Privatbesitz gelangten. Für dieses besondere Geschenk mit regionalem Bezug sind wir einem Hofgeismarer Bürger zu besonderem Dank verpflichtet.

Die vorgenannten Orgelpfeifen aus Metall werden durch eine Sachspende des Kasseler Klavier- und Cembalobaumeisters Stephan Cobré zufällig ergänzt: Cobré überließ der HGS vier Orgelpfeifen aus Holz, sodass die Orgelpfeifenfamilie auf diese Weise eine weitere Klangfarbe erhält und somit ihr Klangspektrum erweitert. Zur Freude des Gymnasialzweigleiters übergab der Kasseler Unternehmer der AG zudem 40 Klaviersaiten, die nunmehr ebenfalls in der Klangwand verbaut werden können.

Als besonderes Highlight der zukünftigen Klangwand ist schließlich ein ausrangiertes Steingraeber-Klavier zu nennen, welches unserer Schule von der „Kulturbunker Kassel gGmbH“ kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Dieses eignet sich in besonderer Weise für experimentelles Arbeiten, indem z.B. die Klaviersaiten mit Gummis, Metall und anderen Materialien präpariert und somit vollkommen neue Töne und Geräusche im Stil Experimenteller Musik produziert werden können.

Um nunmehr die konkrete Bauphase einzuleiten, werden derzeit Planungsgespräche mit lokalen Handwerksbetrieben geführt, welche beim komplexen Bau der Klangwand mit ihrer Expertise vielschichtig unterstützen werden.

Kulturpausenstart 2025: Mit Violine, Cello und Klavier ins neue Jahr

Kaum hat das neue Jahr begonnen, zeigt sich die Heinrich-Grupe-Schule bereits wieder von ihrer musikalischen Seite: Gleich zwei Kulturpausen mit instrumentalem Schwerpunkt entführten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer in den ersten Wochen nach den Weihnachtsferien in verschiedene Epochen und Genres.

Zum Auftakt in die diesjährige Kulturpausensaison wurden bereits am 20.01.2025 unter dem Titel „Cellikatessen“ schwungvolle Cellostücke aufgeführt. Frederik Weidmann (G7b) wählte für die von ihm gestaltete Kulturpause drei Werke aus drei verschiedenen Jahrhunderten aus und erfreute die Gäste zunächst solo mit dem Prelude aus Johann Sebastian Bachs „Suite Nr. 3“ in C-Dur (BWV 1009). Danach spielte er mit Klavierbegleitung ausdrucksstark das Allegro appassionato von Camille Saint-Saëns in h-moll (op. 43), bevor er seine Gäste an diesem kalten Wintertag mit dem „Libertango“ in e-moll von Astor Piazzolla abschließend nach Südamerika entführte. Die knapp 60 Besucherinnen und Besucher – unter ihnen dieses Mal sehr viele interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6 – dankten ihm die gefühlvoll vorgetragenen Rhythmen zum Abschluss mit viel Applaus.

Am 28.01.2025 bereicherten sodann drei Interpretinnen und Interpreten mit unterschiedlichen Instrumenten den Schulalltag im Rahmen einer weiteren Kulturpause. Angelockt vom Titel „Musik in deinen Ohren“ fanden sich erneut gut 60 Zuhörerinnen und Zuhörer in der Neuen Aula ein und wurden zunächst von Hanne M. Kunz (G6b) mit zwei Stücken auf der Violine musikalisch begrüßt. Hanne begann mit dem Stück „Ayer’s Rock“ von Andy Rogers, kontrastiv gefolgt von einem heiteren Menuett des Barock-Komponisten Johann Sebastian Bach aus seiner zweiten Orchestersuite in b-moll (BWV 1067).

Nach Hanne trat als Gast von der benachbarten Burgberg-Grundschule Fabian Weidmann (4b) auf, der zunächst leidenschaftlich das Allegro aus Jean-Baptiste Brévals „Sonate“ in C-Dur aufführte, bevor er seinem Cello die Klänge von Antonio Vivaldis „Sonate Nr. 6“ in b-Dur entlockte.

Den Abschluss gestaltete Noemi J. Kunz (G7a), die auf dem Klavier das bekannte Pop-Lied „Another Love“ des britischen Sängers und Liedtexters Tom Odell aus dem Jahre 2012 präsentierte. Mit ihrem Spiel gelang es Noemi einige Zuhörerinnen zum spontanen Mitsummen zu bewegen und die Kulturpause stimmungsvoll und unter jubelndem Applaus zu beenden.

Allen vier aktiven Musikerinnen und Musikern der beiden Kulturpausen gebührt ein Kompliment dafür, dass sie sich mutig einer Aufführungssituation gestellt haben und insbesondere auch ein Dank dafür, dass sie das kulturelle Leben an der Heinrich-Grupe-Schule mit ihren Auftritten bereichert haben – gerne mehr davon!

Der Klang der Antarktis

Nachdem bereits einige Tage zuvor erfolgreich eine thematische Kulturpause zum Thema „Antarktis“ durchgeführt werden konnte, erlebte das Konzept kurz vor den Weihnachtsferien eine Fortsetzung: Die Klasse G6b widmete sich im Musikunterricht ebenfalls dem südlichsten Kontinent und versuchte unter Anleitung ihres Lehrers Wilhelm Uebach die Antarktis in Partnerarbeit klanglich zu fassen. Ausgehend von unterschiedlichen Bildimpulsen fühlten sich die Lernenden dabei zunächst in die ihnen unbekannte Welt ein und ergründeten die bildspezifische Atmosphäre, für die sie aufmerksam auf Bilddetails wie z.B. Tierspuren im Schnee achteten. Basierend auf ihren Beobachtungen war es sodann das Ziel der Schülerinnen und Schüler, ihre Eindrücke in Form von Musik und Klängen zu verarbeiten und auszudrücken.

Mithilfe der Musikproduktions-App „GarageBand“ verwandelte sich das Klassenzimmer dabei schnell in ein Tonstudio, sodass die Lernenden ohne umfangreiche Vorkenntnisse zu den Antarktisbildern Klangwelten erschaffen konnten, die sie mit der Vorlage assoziierten. Für die Präsentationsphase arrangierte die Klasse in der neuen Aula schließlich einen Rundgang, der die Besucherinnen und Besucher an mehreren Stationen dazu einlud, an iPads in die von den Lernenden erschaffenen Klangwelten einzutauchen und diese mit dem jeweils ausliegenden Bildimpuls zu vergleichen.

Audio-Player

 

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Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann, der sich den Entstehungsprozess von den Schülerinnen und Schülern vor Ort erklären ließ, lobte den kreativen Umgang mit neuen Medien, der bei den Lernenden offenbar den richtigen Nerv getroffen hat: „Die modernen Medien erlauben hier einen individuellen Zugang zum Unterrichtsthema und laden die Schülerinnen und Schüler zum Experimentieren und anschließendem Überarbeiten ihrer Produkte ein. Wenn man sich mit der Klasse unterhält, merkt man, mit wie viel Begeisterung und Engagement dieses Projekt umgesetzt wurde – hierfür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar.“

Als der Schulgong das Ende dieser Kulturpause einleitete, waren viele Besucherinnen und Besucher darüber traurig, dass sie noch nicht alle Produkte angehört hatten. Eine Schülerin bemerkte zum Abschluss: „Ich möchte noch nicht gehen!“, und ihre Freundin ergänzte: „Das möchte ich unbedingt selbst einmal ausprobieren!“ – Kann es ein schöneres Lob für die Ergebnisse der Klasse geben?

18.01.2025 / WD

„Let’s dance!“: Premiere für die erste schulübergreifende Kulturpause

Nein, das Fernsehen und die gleichnamige Fernsehshow waren nicht zu Gast in der Heinrich-Grupe-Schule, als es in der vorletzten Schulwoche in der gut gefüllten Kulturhalle hieß: „Let’s dance!“ Nachdem sie die Schulgemeinde bereits in der Vorweihnachtszeit mit einem fröhlichen Videogruß auf der Homepage erfreut hatten, eröffnete die Tanz-AG der Jahrgänge 5 und 6 unter Leitung von Jorge Parra die drittletzte Kulturpause dieses Jahres. Mit vielen akrobatischen Einlagen setzten sie zur Musik von „I am what I am“ gekonnt künstlerische Akzente und überzeugten auch bei ihrem zweiten Lied mit einer ansprechenden Choreographie.

Nachdem die HGS-Tanzgruppe von der Bühne abgetreten war, erhielt die HGS zum ersten Mal Besuch von der Tanz-AG der nahegelegenen Burgberg-Schule. Unter der Leitung von ihrer Lehrerin Laura Schallert hatten die Grundschülerinnen und -schüler zwei Tänze zu prominenten Stücken einstudiert und ergriffen die Chance, im Rahmen einer „Kulturpause“ vor einem großen Publikum ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Publikum zeigte sich begeistert von der Freude, welche von den Mitgliedern der Grundschul-Tanz-AG auf der Bühne versprüht wurde. Nachdem die Gruppe mit einer Performance zu Leslie Clios bekanntem Lied „Ich flieg‘ los“ thematisch in den Himmel gestartet war, ging es mit ihrem zweiten Auftritt „zur See“, indem sie den neuseeländischen Shanty-Song „Wellerman“ zur Aufführung brachten. Hier wurden die Zuhörenden zum Abschluss dann auch zum Mitmachen animiert – ein Angebot, das viele Schülerinnen und Schüler im Sinne einer „bewegten Pause“ gerne annahmen, sodass durch diese positive Erfahrung die Idee entstand, in Zukunft weitere „Mitmach-Kulturpausen“ zu konzipieren.

Den beiden Tanz-AGs ein herzliches Dankeschön für dieses gelungene Beispiel einer schulübergreifenden Aufführung – gerne mehr davon!

22.12.2024 / WD

Thematische Kulturpausen gestartet

Am Montag, d. 02.12.2024 war es endlich wieder so weit: In der zweiten großen Pause versammelten sich knapp 70 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zur ersten „Kulturpause“ dieses Schuljahres in der Neuen Aula. Erstmalig wurde hier zu dem im Voraus festgelegten Oberthema „Antarktis“ das Format einer themengebundenen Kulturpause erprobt. Dies bedeutet, dass die Schulgemeinde aus Anlass des weltweiten „Antarktis-Tages“ eingeladen war, sich mit dem südlichsten aller Kontinente zu beschäftigen und Vorschläge für entsprechende Kurzbeiträge einzureichen.

Dankend angenommen wurde diese Idee u.a. von der Klasse F5c und ihrer Lehrerin Fr. Mühlbrodt, die sich im Rahmen eines fächerverbindenden Unterrichts intensiv mit der Antarktis beschäftigt hatte. In den vergangenen Wochen erarbeitete die Klasse einen gut 10minütigen Erklärfilm, bei dem sie ihr Wissen aus den Fächern Geographie und NaWi einfließen ließ. Eindrucksvoll gelang es der Klasse mit ihrem Videobeitrag, die Einzigartigkeit dieses Kontinents und seine Bedeutung für das weltweite Klima herauszustellen. Nicht ausgelassen wurden dabei auch kritische Anmerkungen zur zunehmenden Verschmutzung der Antarktis durch (Mikro-)Plastik sowie zum merklich stattfindenden Klimawandel, denn der hiermit einhergehende Temperaturanstieg der letzten Jahre hat weitreichende Folgen für die Eisdecke, die Wassertemperatur und den Meeresspiegel.

Zum Abschluss der Kulturpause ließ Frederik Weidmann (G7b) die Anwesenden mit seiner Interpretation von Ludovico Einaudis „Elegy for the Arctic“ noch einmal aufhorchen. Um auf den kritischen Zustand der Polargebiete aufmerksam zu machen, kooperierte die Naturschutzorganisation Greenpeace im Jahr 2016 mit dem bekannten italienischen Pianisten Ludovico Einaudi, der zu diesem Zweck ein Stück komponierte, das im Juni 2016 in der Arktis uraufgeführt wurde. Hierzu ließ sich Einaudi medienwirksam auf einer künstlichen Eisscholle durch das Eismeer treiben. Während seines Klavierspiels ist im Hintergrund immer wieder sicht- und hörbar, wie – bedingt durch die vergleichsweise hohen Temperaturen – mehrfach große Eisstücke aus der massiven Eismasse herausbrechen und tosend ins Meer stürzen, sodass die Zuhörerinnen und Zuhörer unfreiwillig Zeugen des Zerfalls der Polarregionen werden.

Zum Ende dieser Kulturpause blieb bei allen Anwesenden die Erkenntnis, dass es sich lohnt, sich für den Erhalt der Polargebiete einzusetzen und durch das eigene bewusste Handeln einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich der globale Klimawandel nicht ungebremst fortsetzt.

04.12.2024 / WD

Tag der Offenen Tür 2024

    Samstag, d. 23.11.2024

           10:00 – 13:00 Uhr

Liebe Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 4,                                                                                 liebe Erziehungsberechtigte und Eltern,

wir laden euch und Sie herzlich ein, die Heinrich-Grupe-Schule Grebenstein am

Samstag, d. 23.11.2024 in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr

im Rahmen des diesjährigen Tages der offenen Tür genauer kennenzulernen.

Da es ein festes Programm gibt, bitten wir um pünktliches Erscheinen um 10:00 Uhr in der Mensa der Schule. Die offizielle Einladung steht hier zum Download bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Boye-Griesel               Jonathan Kunz                     Dirk Weidmann                                              -Schulleiterin-                              -Förderstufenleiter-           -Gymnasialzweigleiter-

 

Klangwand-AG besucht Future-Space Kassel

Am Mittwoch, d. 02. Oktober 2024 unternahm die Klangwand-AG mit ihrem Leiter Dirk Weidmann eine Exkursion zum „Future Space“ nach Kassel. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten dem Thema Töne und Schall näher auf den Grund gehen und somit Wissen erwerben, das für die weitere Arbeit in der AG von Nutzen sein dürfte. Im Future Space erlebte die Gruppe eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis. Unter anderem bekamen die Schülerinnen und Schüler erklärt, wie Töne erzeugt und wahrgenommen werden, wie sich Schall im Raum wellenförmig fortbewegt und wie man mit einem Synthesizer Musik elektronisch komponieren kann. Zudem erfuhr unsere AG Nicht-Alltägliches, z.B. wie man Myonen (d.h. sekundäre kosmische Teilchen) hörbar machen und hieraus musikalische Werke erschaffen kann.

Es gab auch mehrere Experimente zum Ausprobieren, wie zum Beispiel zur Tonerzeugung und Schallfortpflanzung mit verschiedenen Stimmgabeln oder zur Änderung der Tonhöhe mit unterschiedlich langen Röhren. Da es viel zu entdecken gab, verbrachte die AG fast zwei Stunden im Future Space und wäre gerne noch länger geblieben.

Wir danken Herrn Till MacCormac (Team Lead Physics) vom Future-Space-Team für die kompetente Begleitung und die tolle Vorbereitung unserer Exkursion!

Frederik Weidmann (G7b)

Neue AG an der HGS sucht Spenden

Zum neuen Schuljahr wurde an der HGS eine nicht alltägliche AG ins Leben gerufen: Die Klangwand-AG. Klangwände sind Wände, an denen Musikinstrumente, aber auch klingende Alltagsgegenstände (z.B. Töpfe, Röhren, Glocken o.ä.) befestigt werden.

Wir planen, diese Wände in der Schule selbst zu bauen und mit ihnen kreativ zu arbeiten. Hierfür benötigen wir alte Musikinstrumente (z.B. Geigen, Gitarren, Glockenspiele, Trommeln, Becken usw.), aber auch geeignete Alltagsgegenstände wie z.B. Röhren in unterschiedlichen Materialien, Längen und Dicken.

Wer unsere AG mit einer Sachspende unterstützen möchte, meldet sich bitte im Sekretariat der HGS (Telefon: 05674-99760) oder per Email an dirk.weidmann@schule.hessen.de.

Die Klangwand-AG dankt für jegliche Unterstützung!

Annika Wende / Frederik Weidmann

„Alea iacta est!“ – Spielen wie im alten Rom

Zum Schuljahresende erfuhr der Lateinkurs der Jahrgangsstufe G7 einen nicht alltäglichen Unterricht: Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht zuvor mit den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im alten Rom beschäftigt hatten, nutzten sie das sommerlich-warme Wetter, um auf dem Schulhof gemeinsam mit ihrem Lateinlehrer Dirk Weidmann antike Spiele selbst auszuprobieren.

Charakteristisch für antike Spiele ist der geringe Materialaufwand, der für die Kinder und Jugendlichen im alten Rom erforderlich war: In vielen Fällen reichten bereits ein mit einem Stock auf den sandigen Boden gezeichnetes Spielfeld und einige Steine oder Nüsse, um ein einfaches Spiel beginnen zu können – eine Erfahrung, die viele Lerngruppenmitglieder an eigene Spielerfahrungen aus zurückliegenden Kindertagen erinnerte. In unserem Fall erprobten die Lateinlernenden an verschiedenen Stationen vier antike Spiele aus, die u.a. durch die römischen Dichter Ovid und Martial überliefert sind. Nahezu allen Lerngruppenmitgliedern unter dem Namen „Tic Tac Toe“ bereits bekannt war das Spiel „tris“, wobei sich die Schülergruppe erstaunt darüber zeigte, dass dieses beliebte Spiel einen antiken Ursprung hat. Beim Würfelspiel „par-impar“ versuchte man sodann, möglichst nur ungerade Augenzahlen zu würfeln, die anschließend zu einer Gesamtsumme addiert werden mussten. Während das Spiel „trigon“ die motorischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler herausforderte, indem man sich zu dritt – in einem Dreieck aufgestellt – einen Ball über eine größere Entfernung zielgenau zuschlagen musste, waren bei dem Spiel „delta“ größeres Geschick und Glück zum Sieg vonnöten: Hierbei galt es, einen Stein in die Spitze eines auf den Boden gezeichneten Dreiecks zu werfen, wofür man Punkte erhielt.

In Anbetracht des sommerlich-warmen Wetters entschied sich der Kurs dazu, auf einen klassischen Wettkampf mit Siegerehrung zu verzichten und stattdessen zum Ende eines spannenden ersten Lernjahres gemeinsam ein kühles Eis zu genießen.

Dirk Weidmann