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Alle guten Wünsche und viel Erfolg!

Bereits seit Montag schmücken zahlreiche Plakate den Schulhof der HGS, aufgestellt von Familien und Freunden der Abschlussklassen H9 und R10.

Zwei Abschlussarbeiten sind schon geschrieben und die HGS möchte sich den guten Wünschen für die morgige, letzte Abschlussarbeit anschließen. Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern der H9 und R10 weiterhin gutes Gelingen und viel Erfolg!

 

Ein „chaosmagischer“ Abend in der HGS

Die Sonne meinte es noch gut am Mittwochabend in der neuen Aula der HGS. Langsam aber stetig fanden trotz des schönen Wetters fast 50 Zuhörerinnen und Zuhörer den Weg zur Lesung von Jason von Juterczenkas neustem Buch „Chaos auf Augenhöhe“.

Jason war diesmal nicht wie bei seinem letzten Besuch allein gekommen. An diesem Abend war der zweite Part der „Wochenendrebellen“ mit dabei. Herr von Juterczenka, von Jason und auch in den beiden Büchern liebevoll „Papsi“ genannt, begleitete Jason, las und ergänzte Jason Ausführungen zum Buch.

Die beiden sind ein eingespieltes Team und so erzählten und lasen sie sich gekonnt charmant durch die zweistündige Veranstaltung. Man hörte amüsiert zu, wenn von „chaosmagischen“ Erlebnissen in ehemaligen Ostblockzügen, von kaum auszuhaltenden Übernachtungsmöglichkeiten in billigen Absteigen und von weiteren Besuchen in Europas Fußballstadien vorgelesen wurde.

In „Chaos auf Augenhöhe“ geht es um die Fortsetzung des Buches „Wochenendrebellen“, Jasons Zeit in der weiterführenden Schule, aber auch um eine Reise, die Jason mit einem von seinem Vater festgesetzten Budget akribisch geplant hat. „Papsi“ muss hier wie auch in den „Wochenendrebellen“ dem Autisten Jason an vielen Stellen den „Weg“ ebnen. Alles klappt, wenn auch „Papsi“ oft an seine Grenzen stößt.  Auf die Frage eines Besuchers nach den Auswirkungen der Reise auf die Vater- Sohn-Beziehung kommt von beiden die klare Antwort, dass diese Reise eine der besten war, die beide erleben durften. Herr von Juterczenka zweifelt nicht mehr an Jason, nimmt ihn in allen Belangen noch mehr ernst und ist vorsichtiger geworden, seinem autistischen Sohn Versprechen zu geben.

Wenn Jason seine Sicht der Welt erklärt, dann wird es philosophisch und spannend.  Ein kluges Buch, humorvoll, lustig und sprachgewaltig geschrieben. Nebenbei wird mit dem Kauf des im Eigenverlag erschienen Buches Jasons großer Wunsch, die Welt ein bisschen besser zu machen, erfüllt. Jedes verkaufte Buch bringt der „Neven-Subotic-Stiftung“ 5 Euro ein. Wasserhelden | Neven Subotic Stiftung (n2s.ngo)

An dieser Stelle muss noch Dirk Weidmann, dem wir die Organisation für diesen Abend verdanken, erwähnt werden. Außerdem waren das Bibliotheks-Team der G9a mit Frau Wyss dabei. Sie sorgten für Brezeln und kühle Getränke. Herzlichen Dank dafür!

RHB

Fünftklässler der HGS beim Völkerballturnier in Bettenhausen

Am 17. April fand in der Sporthalle in Bettenhausen ein schulsportlicher Wettkampf für Fünftklässler in Form eines Völkerballturniers statt.

Im Sinne des kooperativen Gedankens der Schule hat sich die HGS dazu entschieden, dass das Team, bestehend aus 13 Schülerinnen und Schülern, aus dem gesamten Jahrgang 5 bestehen soll.

Zwei Tage vor dem Turnier haben die Schülerinnen und Schüler das erste Mal als eine Mannschaft zusammengespielt. Das erste Training war etwas ernüchternd. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich erst aufeinander einstellen und kennenlernen. Am Turniertag hat es jedoch nicht lange gedauert und die Schülerinnen und Schüler waren eine Einheit.

Sie motivierten sich gegenseitig, obwohl die Vorrunde nicht optimal lief und gegen die Johann-Amos-Comenius Schule, als auch gegen die Sportklasse Gesamtschule Ahnatal (später die Gewinner des Turniers), Niederlagen kassiert wurden. In der nächsten Gruppenphase konnte die Mannschaft der HGS jedoch zeigen, dass sie sich als Team gefunden hatten. Sie bestärkten und motivierten sich immer wieder gegenseitig. Letztlich haben die Fünftklässler der HGS in ihrer Gruppe den 2. Platz erreicht und waren damit, auch im Hinblick auf die starke Konkurrenz, mehr als zufrieden.

Alles in allem war es ein gelungenes Turnier. Die Schülerinnen und Schüler der F5 und G5 hatten viel Spaß und haben ihr Bestes gegeben!

Julia Wiedmann

J.S. Bach im Podcast

Die Klasse G10b setzt sich zurzeit im Musikunterricht mit musikalischen Epochen auseinander. In diesem Zusammenhang stand auch einer der bekanntesten Komponisten „Johann Sebastian Bach“ im Fokus. Über einen Film und eigene Internetrecherchen sammelten die Schülerinnen und Schüler Informationen über diese interessante Persönlichkeit und erstellten hieraus verschiedene Podcasts. Nicht nur, dass er inhaftiert wurde oder 20 Kinder hatte, sogar Teilnehmer eines Musikwettbewerbs schlug er in die Flucht.
Wer schon immer etwas mehr über diesen Komponisten hören wollte oder jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte unbedingt in die ausgewählten Podcasts hineinhören.

Viel Spaß!

 

 

HGS-Kulturpause: G5er stellen kleine Tierwelten aus

Die in den letzten zwei Wochen im Deutschunterricht entstandenen „Tierkisten“ sollten eigentlich als „Unterstützer“ zum Thema „Beschreiben“ eingesetzt werden. Die Klassen bekamen die Aufgabe, ein Tier mit Hilfe einer passend gestalteten Kiste und mit fünf in der Kiste sich befindenden Geständen beschreibend zu präsentieren.  Was dann allerdings bei den Schülerinnen und Schülern entstand, waren kleine künstlerisch wertvolle „Tierwelten“.

Alle Kisten sind liebevoll gearbeitet und im Detail exakt ausgestaltet. Der verantwortliche Deutschlehrer Robin Göring (G5a) und die Deutschlehrerin Rita Hirdes-Bettenhäuser (G5b) waren völlig überrascht und schließlich absolut begeistert von den Ergebnissen ihrer Schüler_Innen. Schnell war klar, dass diese kleinen „Wunderwerke“ der gesamten Schulgemeinde präsentiert werden mussten. Wer diese Ausstellung versäumt hat, kann hier noch einige kleine „Tierwelten“ auf den hochgeladenen Fotos bestaunen.

RHB

Lucy Hellenbrecht an der HGS

Interessierte Schüler*innen hatten am 28.02.2024 die Möglichkeit, den Worten von Lucy Hellenbrecht, (Model, Schauspielerin und Influencerin) zu lauschen. Lucy Hellenbrecht ist eine vielseitige Persönlichkeit, die u.a. durch ihre Arbeit in der Mode- und Unterhaltungsbranche bekannt geworden ist. Doch ihr besonderes Herzensthema ist die Arbeit für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Diese schilderte die junge Frau anhand ihrer ganz persönlichen Transition.

Lucy Hellenbrecht teilte mit den Schüler*innen ihre Erfahrungen aus ihrer nicht immer leichten Schulzeit, dem Weg ihrer Transition und der beruflichen Karriere. Durch ihre Präsenz konnten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Welt des Modelns, der Schauspielerei und des Einflusses der sozialen Medien gewinnen. Die Schüler*innen hatten die Möglichkeit anonyme Fragen an Frau Hellenbrecht zu stellen, welche sie mit viel Geduld beantwortete und sich für jede Frage/jedes Anliegen der Schüler*innen ausreichend Zeit nahm.

Lucy Hellenbrecht berichtete über die vielen Vorteile, die sie als Person des öffentlichen Lebens habe, zeigte zugleich aber auch die Schattenseiten auf, die mit ihrem Outing verbunden waren, wie z.B. Mobbing und vor allem Cybermobbing.

Im Anschluss konnten noch einige Fotos mit dem Model geschossen werden. Die Schüler*innen zeigten sich dankbar für den Einblick in ihr Leben.

Der „Wochenendrebell“ Jason von Juterczenka besucht die HGS

Er fühlte sich schon früh wie auf einem falschen Planeten, so beschreibt Jason von Juterczenka die ersten Tage im Kindergarten. „Ich war richtig, aber die anderen waren falsch.“  Was der 18-Jährige den beiden zuhörenden Klassen G10a und G10b am vergangenen Montag in der Aula erläuterte, ist das „Wrong Planet Syndrom“. Auf einem falschen Planeten gestrandet zu sein, die Regeln ihrer Bewohner nicht zu verstehen, so drücken Menschen mit Asperger/Autismus eher „scherzhaft“ ihr Anderssein aus.

Und genau darum und um noch viel mehr ging es in dem eineinhalbstündigen Gespräch, zum dem die beiden Deutschlehrerinnen der G10 Klassen Frauke Lackner, Christiane Melzer und Gymnasialleiter Dirk Weidmann Jason von Juterczenka eingeladen hatten.

Inhalt in den letzten Wochen des Deutschunterrichts waren ein Buch und ein Film, die beide in den letzten Jahren Erfolge feierten.

„Die Wochenendrebellen“ begann als regelmäßiger Blog, den Jasons Vater Mirco über seine Ausflüge mit seinem autistischen Sohn Jason in die Fußballstadien Deutschlands veröffentlichte. Ziel war für beide, dass Jason seinen Lieblingsverein suchen und finden könnte. Das war allerdings dann keine einfache Angelegenheit, denn Jason stellte Regeln auf, die es zu erfüllen galt.

Aus dem Blog entstand ein Buch, was sich lohnt zu lesen. Denn mit viel Herz geschrieben erfährt der Leser, die Leserin, wie schwer und durchaus auch kurios es ist, mit einem Menschen mit Asperger/Autismus zu leben.

Die Klassen interessierte, wie aus dem Buch schließlich ein Film wurde. Jason berichtete, dass auf das mittlerweile mehrfach ausgezeichnete Buch ein Drehbuchautor aufmerksam wurde und er in enger Absprache mit dem Autor schließlich dem Filmprojekt zustimmte.

Die Wochenendrebellen – der Film entstand.

Auf großes Interesse der Klassen stieß ebenfalls das Drehen des Films und alles, was dazu gehört. Jason berichtete, dass u.a. die Szene, in der er und sein Vater mitspielen, fast sechs Stunden dauerte bis sie „im Kasten“ war. Keine leichte Aufgabe. Des Weiteren zeigte Jason großen Respekt für die Rolle des kleinen Jungen, der im Film Jason darstellte. Noch heute habe er Kontakt zu ihm. Seine Familie, sein Vater und auch seine Mutter seien m Film realitätsgetreu darstellt worden. Auf die Mobbingsituationen, die der Film zeigte, angesprochen, erklärte Jason, dass sie in der Realität viel „krasser“ gewesen seien.  „Junge Kinder sind einfach schlimmer“, so fast Jason es zusammen.

Nach dem Schulwechsel von der Grundschule in die HGS habe er versucht Distanz zu SchülerInnen aufzubauen, um Konflikten aus dem Wege zu gehen. Die Zeit in der Mittelstufe war zwar etwas einfacher, aber insgesamt auch keine leichte Zeit für ihn. Erst in der Oberstufe, in der Jason jetzt sein letztes halbes Jahr verbringt und im Frühjahr sein Abitur ablegt, entspannte sich für ihn das schulische Leben. Jason sagt über sich, dass „Freunde finden“ nie eine leichte Aufgabe war und Kommunikation schwierig sei, denn er kann unterschwellige Botschaften nicht entschlüsseln. Er erkennt keine emotionalen Verletzungen und Gefühlszustände sind fast egal. Das habe dann oft zu Missverständnissen geführt. Heute wissen seine Freunde über seine Besonderheiten Bescheid und berücksichtigen sie. Alles sei viel einfacher geworden.

Befragt nach seiner Zukunft, nach seinem „Traumleben“ antwortet der Abiturient, dass seine Zufriedenheit stark von der globalen Lage der Welt abhängig sei. Und die beschreibt er als desaströs. Vieles laufe falsch. Jason möchte Physik studieren und forschen. „Einen Beitrag für die Menschheit leisten“, das sei sein großes Lebensziel. Am Forschungszentrum CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in der Schweiz hat Jason bereits ein Schul-Praktikum absolviert. Somit ist er nah dran, an den großen Entwicklungen unserer Welt.

Die Frage eines Schülers nach Jasons möglicher Karriere als Politiker, in dessen Rolle er auch die Welt verbessern könne, antwortet er schnell, dass seine Kompromisslosigkeit dem im Wege stehen würde.

Die Geschichten um Jason, seinen Vater Mirco und die „Abenteuer“ der Wochenendrebellen gehen weiter. Diesmal haben beide gemeinsam an der Fortsetzung geschrieben. In „Chaos auf Augenhöhe“ erfährt der Leser, die Leserin wie es weitergeht nach 2016.

Eine Kostprobe des neuen Buches gab Jason von Juterczenka in der Kulturpause der HGS, was ca. 100 Schüler_Innen und Lehrer_Innen sehr interessierte.

Die HGS freut sich auf ein Wiedersehen mit neuen Erlebnissen der „Wochenendrebellen“ und interessantem Austausch mit diesem bemerkenswerten jungen Erwachsenen, der mit Intelligenz und Mut seine besonderen Herausforderungen bewältigt.

Wer noch mehr wissen will, der schaut nach unter:

Wochenendrebell.de

RHB

Verleihung des FSSJ-Siegels

Grebenstein. Am 23.02.2024 wurde der Heinrich-Grupe-Schule im Beisein der Vizelandrätin des Landkreises, Frau Engler sowie Frau Ramus vom Freiwilligendienst Kassel das FSSJ-Siegel verliehen.

FSSJ steht für Freiwilliges Soziales Schuljahr und rückt das ehrenamtliche Engagement durch Schülerinnen und Schüler innerhalb der Schulgemeinde in den Fokus und würdigt diesen zusätzlichen gemeinnützigen Einsatz von 2 Stunden pro Woche bzw. 80 Stunden pro Schuljahr.

Anwesend waren BusbegleiterInnen sowie Mitglieder der Schülervertretung, um gemeinsam mit Schulleiterin Martina Boye-Griesel und Realschulzweigleiterin Laura Bodden das Siegel entgegenzunehmen.

Frau Engler hob die besondere gesellschaftliche und schulische Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Frau Ramus betonte, dass die schulische Vernetzung und das nötige Engagement elementar und wichtig sind, um die Schulgemeinde zu unterstützen.

LJ