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Einschulung der neuen Schülerinnen und Schüler – Gute Wünsche gingen auf die Reise

Grebenstein. 99 Luftballons waren es nicht, die da am 1. Schultag des neuen Schuljahres in den grauen Himmel stiegen. Aber fast! Die fröhlichen gelben Farbtupfer beendeten die offizielle Einschulungsfeier, mit der die 91 neuen Fünftklässler an der Gesamtschule willkommen geheißen wurden.

Zur Feierstunde unter dem Motto mit „Abstand das Beste“ waren sie in die Kulturhalle gekommen und im Gegensatz zum Jahrgang 20/ 21 konnten sie eine Begleitperson mitbringen.

Bevor die Feier beginnen konnte, durchliefen alle Gäste eine pandemiebedingte Einlasskontrolle, die von Schülerinnen und Schülern der Klasse G10a durchgeführt wurde. Die Zehntklässler übernahmen auch eine provisorische Teststation anlässlich der Feier und sie unterstützten beim Getränkeverkauf.

 

Mit Gitarre und Gesang begrüßten Jonathan Kunz, der stellvertretend für die Förderstufenleiterin Laura Bodden agierte, und Kollegin Anne Meister die Anwesenden. Neben Grußworten von Schulleiterin Martina Boye-Griesel informierte Schulsprecher Marvin Berndt über die Arbeit der Schülervertretung und stellte sich die Schülerpatengruppe vor.

Letztere nahmen ihre Patenklassen in Empfang und begleiteten diese. Die neuen Schülerinnen und Schüler fieberten jedoch vor allem dem Höhepunkt der Feier entgegen, der Einteilung der Klassen. Dabei lernten sie nicht nur ihre neuen Klassenverbände kennen, sondern auch ihre neuen Lehrerinnen und Lehrer, mit denen sie nach der Feier in ihre Klassenräume gingen: Nina Gilfert (G5a), Anne Meister (G5b), Samira Fromm (F5a) sowie Christiane Melzer und Jörg Thiel (F5b). Dort verbrachten sie gemeinsam den 1. Schultag.

Zuvor jedoch ließen jede neue Schülerin und jeder neue Schüler einen der gelben Ballons steigen, an dem zuvor eine Karte mit persönlichen Wünschen befestigt worden war.

Susann Adam

Verabschiedung von Susanne Lux-Ewinger und Sabine Salzmann

Zum Schuljahresende 2020/2021 wurden nicht nur die Abgangsklassen verabschiedet – auch die beiden Lehrerinnen Susanne Lux-Ewinger und Sabine Salzmann beendeten im Anschluss an die letzte Gesamtkonferenz im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit im Innenhof der HGS ihre erlebnisreiche berufliche Laufbahn als Lehrkräfte.

Mit liebevoll gestalteter, sommerlicher Dekoration und corona-konformen Leckereien, gepaart mit zahlreichen Anekdoten und Abschiedsgeschenken der Fachbereiche Kunst und Deutsch wurde es ein schöner Nachmittag.

Der Fachbereich Kunst verabschiedete sich mit einer Collage, die nach der Übergabe von den beiden Lehrerinnen in der Mitte geteilt wurde und zahlreiche Details und einige Zitate enthält (zum Vergrößern bitte anklicken).

Wir wünschen den beiden (ehemaligen) Lehrerinnen alles Gute für ihre Zukunft!

Ein Abschied unter „fast“ normalen Bedingungen – Die Schüler*innen der Klassen G10, R10 und H9 verlassen die HGS

Natürlich benötigten die Eltern und Angehörigen einen gültigen Test, um in die Kulturhalle zur Verabschiedung ihrer Kinder zu kommen. Natürlich waren auch nur zwei Personen pro Schüler*in zugelassen und zwei Veranstaltungen mussten es sein, aber sonst hatte man an diesem Freitagnachmittag in der Grebensteiner Kulturhalle das wiederentdeckte Gefühl von Normalität.

Rund 170 Personen konnten Schulleiterin Martina Boye-Griesel und Gymnasialleiter Dirk Weidmann um 15.00 Uhr beim Abschied der zwei Gymnasialklassen begrüßen.

 

Zu zwei unterschiedlichen Songs defilierten die gestylten jungen Menschen der Klassen G10a und G10b geführt von ihren Klassenlehrern Samira Fromm und Christoph Kant unter dem Applaus von Eltern, Freunden und Lehrern in die Kulturhalle ein.

Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann sah den Sinn einer Abschlussfeier im Zurückblicken, im Innehalten und das bis jetzt Erreichte feiern, aber auch im Hinschauen auf das Neue und das Unbekannte. Er bedankte sich bei seinen Lateinschüler*innen, die er vier Jahre gern unterrichtet habe.

Schulleiterin Martina Boye-Griesel erinnerte an zwei nicht ganz leichte Schuljahre, die geprägt durch die Pandemie für alle Schüler*innen besondere Herausforderungen mit sich brachten. Aber, so Boye-Griesel, trotz der besonderen Zeit hätten die jungen Leute die an sie gestellten Anforderungen mit Bravour gemeistert, hätten die Herausforderungen angenommen und seien an ihren Aufgaben gewachsen. Von den 43 Schüler*innen der G10 werden 30 im Schulverbund bleiben. 13 Schüler*innen wechseln an eine weiterführende Schule nach Kassel.

Den Vorsitzenden des HGS Fördervereins Mike Döhne überraschte die große Anzahl an Besuchern, die mit ihrem Kommen den Schüler*innen einen würdigen Abschiedsrahmen böten. Gleichzeitig dankte er allen und wünschte den Schüler*innen Glück und Erfolg für die nächsten Jahre.

Amiee Hoffmann (Geige) und Marie Beutin (K-Board) beide G10a schafften mit ihrem klassischen Vorspiel einen ganz besonders würdigen Rahmen. In der anschließenden Dankesrede ließen Annika Dehmel und Amiee Hoffmann sechs Jahre Revue passieren. Fotos von Klassenfahrten untermalten ihre Ausführungen. Beim abschließenden Film der Klassenlehrerin Samira Fromm blieb kaum ein Auge trocken. Sie wünschte ihren Schülerinnen und Schülern Glück, Zuversicht und Mut für die kommenden Zeit und sie freue sich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit ihrer Klasse.

Die G10b, vertreten durch die Schülerinnen Melina Thiele und Louisa Mausehund, nahmen in ihrem Klassenbeitrag die Zuschauer auf eine galaktische Reise mit, in der das Raumschiff „Klasse“ über sechs Jahre die unterschiedlichsten Missionen durchleben musste.

Auf dieser Reise kam sogar der Captain abhanden. Der Klassenlehrer Bastian Koch musste zu Beginn der 9. Klasse durch den neuen „Captain“ Christoph Kant ersetzt werden. Die „Crew“ habe den Wechsel gut verkraftet, so die Ausführungen der beiden Mädchen und die Reise konnte problemlos fortgesetzt werden. Christoph Kant und auch der extra eingeflogene „alte“ Captain Bastian Koch waren sich einig, dass sie die beste Klasse „aller Zeiten“ unterrichten durften.

Zum Schluss wurden die Abschlussbesten der G10er geehrt. Dazu gehörten Leonie Austermühle (1,0), Amiee Hoffmann (1,1) und Jason von Jutzerczenka (1,1).

Pünktlich um 17.00 Uhr füllte sich die Kulturhalle für den Abschied der beiden R10er und der H9er-Klasse zum zweiten Mal. Martina Boye-Griesel konnte von 33 Realschüler*innen 20 zum qualifizierten Realschulabschluss und 13 zum Realschulabschluss gratulieren. Im Schulverbund verbleiben vier Schüler*innen, acht gehen an die Herwig Blankertz Schule und fünf wechseln zu unterschiedlichen Schulen nach Kassel. Einen Ausbildungsvertrag haben 16 Schüler*innen in der Tasche. Hier freute sich Boye-Griesel über die hohe Quote, die zeige, dass der Unterricht und die angebotenen Veranstaltungen zur Berufsorientierung „gefruchtet“ haben.

Aus dem Bildungsgang der Hauptschule wurden 21 Schüler*innen verabschiedet, zehn davon mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss, sieben mit Hauptschulabschluss. Ein Schüler hat den BO im Rahmen seiner inklusiven Beschulung erreichen können und drei Schüler*innen verlassen die Schule mit einem Abgangszeugnis. Einen Ausbildungsvertrag haben drei der Hauptschulabgänger, alle andere streben den Weg an einer weiterführenden Schule an.

Redegewandt und wunderschön authentisch in ihrem rosafarbenen Glitzerkleid mit einem schmückenden Krönchen hielt Shahed Taljabini zusammen mit ihrem Klassenkameraden Ole Eisenhuth die Abschiedsrede für die Klasse H9. Shahed betonte darin die Internationalität ihrer Klasse und begrüßte das Publikum in sechs Sprachen. Beide Schüler*innen berichteten von Freude, von Langeweile, von Spaß, vom Paradies, das alles war in der Schule zu finden. Aber nun sei Schluss und sie hätten „Endlich WJochenende“, was eine Anspielung auf ihren Klassenlehrer Jochen Feuring gekonnt widerspiegelte.

Mit viel Applaus wurde die beiden entlassen. Als beste Schüler*innen im Hauptschulzweig wurden Ole Eisenhuth (1,5), Eleonora Azizovic (1,6) und Weronika Jachura (1,6) geehrt.

Wie holprig eine Busfahrt durch eine Schulzeit sein kann, wie viele Personen ein- und wieder aussteigen müssen, wie aus einem Bus plötzlich zwei Busse mit zwei Busfahrern werden, sich aber trotzdem alles zu einer ruhigen Fahrt entwickeln kann, das trugen Jonas Westermann und Gwenael von Holten für die beiden R-Abschlussklassen vor.

Gekonnt mit Fotos und kurzen Filmen ergänzt, ist ein launiger Vortrag entstanden, der am Schluss mit viel Applaus belohnt wurde. Treu dem Motto: „Das Beste kommt zum Schluss“ trumpften die beiden R-Klassenlehrer Laura Bodden und Andreas Salomon mit ihrem Schlager-Potpourri am Schluss der eineinhalbstündigen Veranstaltung auf und brachten ein sanftes Schunkeln und leises Mitsummen in die Kulturhalle. Sie reisten nicht wie ihre Schüler*innen mit einem Bus durch die Schulzeit, sondern wählten zu jedem schulischen Ereignis einen passenden Schlager aus. So hörte das Publikum von Helene Fischers „Atemlos“ über Peter Maffays „Über sieben Brücken“ bis hin zu Klaus & Klaus` Schunkellied „An der Nordseeküste“. Tosender Applaus am Ende des Vortrages.

Jetzt fehlten noch die Ehrungen der besten Realschüler.  Das waren Sharif Alizadeh (1,4) und Ariadna Villanueva Quispe (1,4).

Martina Boye-Griesel bedankte sich am Schluss der Veranstaltung bei allen Beteiligten und ihr ganz besonderer Dank galt den vielen Helfenden im Hintergrund, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

RHB

                                                                                                              

Beste Künstler*innen wurden geehrt

Mittlerweile ist es Tradition, dass am Ende des Schuljahres die besten Kunstarbeiten der Schüler*innen aus unterschiedlichen Jahrgängen von den Kunstlehrerinnen ausgewählt werden. Daraus entsteht ein Postkartenset, das gedruckt wird und im Sekretariat erworben werden kann. Das Set beinhaltet zwölf farbenprächtige und wunderschöne Postkarten, die eine kunstvolle Vielfalt unserer Schule abbilden.

Heute wurden folgende Schülerinnen für ihre außerordentliche Leistung im Fach Kunst von Frau Boye-Griesel und den Kunstlehrerinnen Susanne Lux-Ewinger und Hanne Schmidt geehrt:

Amiee Hoffmann, Alicia Debinski, Amira Spranger, Chrisa Michailideu, Elisabeth Goschko, Irina Uliyanova, Jess Wiegel, Jona Meray, Maja Engelbrecht, Rand Tenbak, Sarda Thoric und Maya Möller. Tolle Leistung! Bleibt weiterhin so kreativ!

Rita Hirdes-Bettenhäuser

Die Abgangsklassen hissen die Plakate

Grebenstein.  Das Schuljahr 2020/2021 neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu. Ein sehr außergewöhnliches Jahr liegt hinter der Schulgemeinde und verbunden mit den letzten Öffnungsschritten blicken alle optimistisch in Richtung neues Schuljahr.

Auch die Abgangsklassen ließen es sich nach ihren Abschlussfahrten nicht nehmen, die traditionellen, selbst gestalteten Plakate zu hissen und auf diesem Wege ihren Abschied anzukündigen, auch dieser Anblick sorgt innerlich für ein Stück mehr Normalität.

Wir wünschen unseren Abgängerinnen und Angängern eine schöne restliche Zeit an der HGS!

Berufsorientierung digital – das Café Beruf geht online

Grebenstein. Auch vor dem Café Beruf machte die Corona-Pandemie nicht Halt. Zweimal musste die beliebte schulinterne Berufsinformationsmesse, die an der HGS traditionell im Frühjahr und Herbst stattfindet, bereits ausfallen. Und auch im Frühjahr 2021 war an eine Präsenzveranstaltung im klassischen Sinne nicht zu denken. Kein persönlicher Austausch mit FirmenvertreterInnen in den Klassenräumen, keine interessanten Unterhaltungen bei Kaffee und Kuchen in der neuen Aula…all das wird auch wiederkommen, war aber auch diesmal noch nicht möglich.

Um den aktuellen Umständen dennoch zu trotzen und den Vorabgangsklassen wieder Eindrücke aus der Arbeitswelt zu ermöglichen, wurde das erste digitale Café Beruf ins Leben gerufen, welches am 07.05.2021 von 17-19 Uhr per Videokonferenz stattfand.

Dieses Mal hatten sich drei Firmen bereit erklärt, den Schülerinnen und Schülern aus den Klassen H8, R9a und R9b und ihren Klassenleitungen Informationen zu Ausbildungsberufen, nötigen Voraussetzungen und Eindrücke aus ihrem Arbeitsalltag näher zu bringen. Teilgenommen haben diesmal der regionale Stromversorger EAM, der Internationale Bund (IB Südwest) und Gesundbrunnen Hofgeismar aus dem Gesundheitssektor. Berichtet wurde über Berufe und Möglichkeiten in der Energiebranche, über Freiwilligendienste und Möglichkeiten nach der Schule und über die interessante Welt der Pflegeberufe.

Die Vertreterinnen der Firmen mit Herrn Feuring und Herrn Lautze in der gemeinsamen Abschlussrunde

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich nach der Begrüßungs- und Vorstellungsrunde in 2 Workshops à 30 Minuten einwählen und den Firmenvertreterinnen am Ende wie gewohnt Fragen stellen, am Ende gab es noch eine gemeinsame Abschlussrunde. Eigentlich alles wie immer – und doch auch ganz neu! Der erste digitale Testlauf war erfolgreich und hat den Schülerinnen und Schülern zahlreiche neue Eindrücke beschert, die im Unterricht weiter nachbereitet werden und ihnen hoffentlich ein Stück weit bei ihrer eigenen Berufswahl weiterhelfen können.

Die Heinrich-Grupe-Schule dankt den teilnehmenden Firmen sehr herzlich für ihr Engagement und ihre Teilnahme, die dem Café Beruf jedes Mal aufs neue Leben einhauchen, eine Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt herstellen und eine wichtige Bereicherung für die Berufs- und Studienorientierung der HGS bedeuten.

 

Jens Lautze

Hausmeisterin Gaby Hill geht nach 28 Jahren in den Ruhestand

Am 1. Mai 1993 kam Gaby Hill an die Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein.  Jährt sich das Datum in diesem Jahr, dann geht Frau Hill nach 28 Jahren in ihren wohlverdienten Ruhestand.

Angefangen hat alles mit einer Freundin von Gaby Hill. Sie erzählte ihr von ihrer Beschäftigung an einer Hofgeismarer Gesamtschule.

Das interessierte die vierfache Mutter und so machte sie sich, die damals mit ihrer Familie am äußeren Rand der Gemeinde Grebenstein wohnte, auf den Weg und fragte an der Grebensteiner Gesamtschule mutig nach einer möglichen Beschäftigung nach.             Schnell bekam sie mit der Bewerbung beim Landkreis Kassel eine Stelle als Aushilfe im Reinigungsbereich angeboten. „Man brauchte zu der Zeit viel Personal, da die HGS den ersten Umbau gerade abgeschlossen hatte“, erzählt Frau Hill,“ das war mein Glück, so kam ich an die HGS.“ War sie anfangs mit halber Stelle eingesetzt, so wurden es im Laufe der Jahre kontinuierlich mehr Stunden und mehr Aufgaben. Mit dem Ausscheiden des langjährigen Hausmeisters Herrn Vogt und einem Neubau der Burgberg-Schule 1999 bewarb sich die strebsame Frau neben den Reinigungsstunden auch auf die Aufgaben einer Hausmeisterin. Ab jetzt gehörte die Burgberg-Schule mit in ihren Tätigkeitsbereich. „Ich habe mich immer um mehr Stunden beworben, das war wichtig für mich und meine Familie“, fügt Gaby Hill hinzu. Am Ziel einer Vollzeitstelle war sie 2016, als die damalige Hausmeisterin Frau Sinning in den Ruhestand ging.

Seit dieser Zeit ist Frau Hill nun Hausmeisterin der beiden Grebensteiner Schulen mit allem, was dazu gehört. In einem Team mit zwei Männern fühlt sie sich wohl und bestätigt mit einem Lächeln, dass sie sehr gern gearbeitet und alle Aufgabe als für sie positive Herausforderungen angesehen habe. Fragt man Frau Hill nach ihren Highlights im Arbeitsleben, dann erwähnt sie die Feste, die an beiden Schulen gefeiert wurden. Ganz besonders gern denkt sie an das Lichterfest, das in der Regel alle zwei Jahre an der HGS zur Adventszeit veranstaltet wird, zurück.

Ab Mai startet Gaby Hill in die“ freie Zeit“. Mit großer Freude schaut sie dieser neuen Lebensphase entgegen.

Auf die Frage, was jetzt anders wird, antwortet sie schnell: „Ich freue mich auf mehr Zeit mit meinen Enkelkindern, auf mehr Zeit mit meinem Partner und wenn Corona es endlich wieder zulässt, dann können wir in unser Häuschen nach Südspanien reisen“.

Mit einer kleinen Feier unter Corona-Bedingungen verabschiedeten sich heute die Schulleitungen der HGS und Burgberg-Schule, der Landkreis Kassel, vertreten durch Herrn Lauer und die Personalräte beider Schulen von Frau Hill. Frau Boye-Griesel machte in ihrer wertschätzenden Rede deutlich, dass Gaby Hill jederzeit „bei Regen oder Sturm“ beiden Schulen anpackend zur Seite stand. Sie dankte Frau Hill für die geleistete Arbeit, ihre Zuverlässigkeit und Freundlichkeit und wünschte ihr nur das Beste für die Zukunft.

Rita Hirdes-Bettenhäuser

 

Schüler fragen den Kultusminister – „Gut, dass er sich die Zeit genommen hat“

Grebenstein. Mit dem hessischen Kultusminister diskutieren, das ist nicht alltäglich. Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Grupe-Schule hatten am vergangenen Donnerstag Gelegenheit dazu. Während einer „Doppelstunde mit dem Kultusminister“ stellten sie Fragen, die Prof. Dr. Alexander Lorz, zugeschaltet aus seinem Ministerbüro, beantwortete.

Prof. Dr. Lorz im Gespräch mit der HGS (copyright: Hessisches Kultusministerium)

Im vergangenen Jahr hatte das Kultusministerium diese noch junge Reihe ins Leben gerufen, um sich ein Bild vom Alltag während dieser besonderen Situation in den Schulen zu verschaffen. Martina Boye-Griesel, Schulleiterin der HGS, nutzte die Chance, sich dafür zu bewerben und hatte Glück: Die HGS wurde ausgewählt, als hessenweit 3. Schule.

Verschiedene Klassen und einzelne Schüler beteiligten sich mit jeder Menge Fragen. Viele davon ähnelten sich und zeigten, welche Themen den Jugendlichen wichtig sind. Konzepte zum Wechselunterricht, zur Leistungsbewertung, zum Lüften in den Schulen standen ebenso auf der Liste wie der Wunsch nach Informationen zur Durchführung von Klassenfahrten oder Praktika. Die Schüler äußerten sich durchaus kritisch, wollten zum Beispiel wissen, warum die Schulen trotz steigender Fallzahlen erst im Dezember geschlossen wurden, warum es im Herbst keinen Wechselunterricht gegeben habe, wie die Teststrategie aussehen werde oder wie die Situation in den Schulbussen mit der geplanten Schulöffnung entschärft werden könne.

Die Klasse R10b verfolgt die Videokonferenz

Lorz beantwortete jede Frage ausführlich, ging dabei auf die Schüler ein, warb um Verständnis und verbreitete Optimismus. So stellte er in Aussicht, dass mit fortschreitenden Impfungen mehr Normalität einkehren werde und dass im kommenden Schuljahr eine Rückkehr zum gewohnten Unterricht denkbar sei, ebenso wie Klassenfahrten oder Praktika: „Für euch gibt es noch keinen Impfstoff, aber wenn genug Erwachsene geimpft sind, seid ihr auch geschützt und hoffentlich wird es für euch auch einen Impfstoff geben.“ Er drückte dabei seine Hoffnung aus, dass es nicht wieder zu Schulschließungen kommen solle, verwies aber auf die Unberechenbarkeit des Virus: „Wir sehen, dass das Infektionsgeschehen sehr unterschiedlich ist, wir brauchen die Möglichkeit, flexibel zu reagieren.“ Der Familienvater verdeutlichte, wie betroffen er selbst vor einem Jahr von der 1. Schließung der Schulen war: „Das war für mich ein Schock, ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas machen muss.“

Humor kam trotz der ernsten Themen nicht zu kurz. Als Lauritz Böhm aus der G8b den Kultusminister zur Digitalisierung befragen wollte, bekam er keine Internetverbindung. Sein Mitschüler Lion Rausch übernahm und fragte, warum Menschen eine Marslandung beobachten können, Nordhessen aber immer noch nicht mit stabilem Internet ausgestattet sei. Deutschland habe noch keine Mond- oder Marslandung realisiert, reagierte Lorz daraufhin und schilderte, dass beim Thema Internet in Deutschland bislang große Zurückhaltung geherrscht habe. Dies ändere sich jedoch gerade und er zeigte sich zuversichtlich, dass in nächster Zukunft eine flächendeckende Versorgung nicht nur in Nordhessen zu erwarten sei.

Neben Fragen rund um Schule und Corona zeigte sich der Südhesse auch offen für Privates. Einem Schüler berichtete er, dass er in einem normalen Doppelhaus lebe und auch keinen Personenschutz habe.

Die 90 Minuten vergingen zu schnell, einige Fragen konnten in der begrenzten Zeit nicht gestellt werden. Am Ende herrsche bei den Teilnehmern das Gefühl vor, ernst genommen worden zu sein. Bennet Braun aus der R10b „fand es gut, dass er sich die Zeit genommen hat. Auch wenn man selbst seine Frage nicht stellen konnte, war es interessant.“

Laut Pressestelle des Kultusministeriums werden die Beiträge ernst genommen und fließen in die Arbeit der Behörde ein. Am Ende der Doppelstunde lud Schulleiterin Boye-Griesel den Kultusminister zum Ortstermin ein. Der 55-Jährige versprach sein Kommen. Dann solle es auch die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen mit Schülern geben.

Susann Adam

Gymnasialzweig hat neuen Leiter: Dirk Weidmann – Schule weiterentwickeln, Bewährtes fortführen

Grebenstein. Er kennt die HGS wie kein Zweiter, war hier Schüler, absolvierte später sein Referendariat in Grebenstein und arbeitet seitdem als Lehrer an „seiner“ Schule. Nun wird er noch mehr bewirken und bewegen können, denn mit Dirk Weidmann erhielt der Gymnasialzweig der Gesamtschule einen neuen Leiter. Mit seiner Beauftragung, die im Januar erfolgte, ist das Team der Schulleitung wieder vollständig.

Für den 36 Jährigen bot sich mit der Bewerbung auf diese Funktionsstelle im Frühjahr 2020 Jahren die Chance, Schule auf einer anderen Ebene gestalten zu können. Er habe Freude an der Weiterentwicklung und daran, Verantwortung zu übernehmen. Daher habe er sich in der Vergangenheit unter anderem beim Thema Lernen im Ganztag engagiert. Nicht nur die freie Funktionsstelle, auch der Schulstandort haben ihn zu seiner Bewerbung motiviert: „Ich fühle mich an dieser Schule gut aufgehoben. Ich merke, dass ich akzeptiert werde und Vertrauen vorhanden ist.“

Große Pläne skizziert der neue Zweigleiter momentan noch nicht und dies ist der Pandemie geschuldet: „Im Moment ist es am wichtigsten, einen gesicherten Schulbetrieb zu gewährleisten.“ Zudem möchte er die Verwaltungsabläufe gründlich kennenlernen, bevor er neue Projekte in Angriff nehme.

Dazu gehören für ihn unbedingt die neuen Medien, die Stärkung der Medienkompetenz und die Individualisierung beim digitalen Lernen. Die inhaltliche Entwicklung solle in diesem Bereich über den Gymnasialzweig hinausreichen.

Den zahlenmäßig größten Schulzweig sieht Weidmann gut aufgestellt, vor allem an den Schnittstellen. „Ich war selbst abgeordnet an die benachbarte Grundschule und an die ASS in Hofgeismar und konnte dadurch die Strukturen dieser Schulen gut kennenlernen“, bilanziert der Studienrat.

Die Übergänge von der Grundschule zur HGS und weiter zur Oberstufe sind ein wichtiger Baustein seiner Arbeit und die Entwicklung der Kinder in den Jahrgängen 5 und 6 sei so stark in Bewegung, dass die enge Zusammenarbeit mit Förderstufenleiterin Bodden große Bedeutung habe.

Austausch, Feedback: Für den Lehrer für Englisch und Latein sehr wichtig. „Ich möchte, dass Rückmeldungen von Schülern alltäglich werden und sich die Zufriedenheit von Schülern und Lehrkräften erhöht.“

Großes Augenmerk gilt Projekten wie dem bilingualen Angebot im Fach Geschichte. Neues soll Bewährtes ergänzen und so kann sich Dirk Weidmann vorstellen, dass in Zukunft zum Beispiel Lesungen an der HGS stattfinden können. Neben neuen Ideen möchte er bestehende Traditionen fortführen und hier haben die Austausch- und Begegnungsfahrten einen hohen Stellenwert. Eine Erweiterung internationaler Begegnungen würde er sehr begrüßen, immerhin weiß er um die große Bedeutung solcher Möglichkeiten, hat er doch selbst nach seinem Studium ein Jahr zu Forschungszwecken in den USA verbracht.

Mit Freude und Neugier tritt der Familienvater seine Funktion an und hat an sich selbst den Anspruch, immer in Bewegung und offen für Neues zu bleiben.

 

Susann Adam